Die spektakulärste Sünde

Timotheus Magazin #3, April 2011

Es nahte aber das Fest der ungesäuerten Brote, das man Passah nennt. Und die obersten Priester und Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn umbringen könnten; denn sie fürchteten das Volk. Es fuhr aber der Satan in Judas, der mit Beinamen Iskariot genannt wird, welcher aus der Zahl der Zwölf war. Und er ging hin und besprach mit den obersten Priestern und den Hauptleuten, wie er ihn an sie ausliefern wollte. Und sie waren erfreut und kamen überein, ihm Geld zu geben. Und er versprach es und suchte eine gute Gelegenheit, um ihn ohne Volksauflauf an sie auszuliefern.

Die spektakulärste Sünde der Weltgeschichte war die brutale Ermordung von Jesus Christus, dem moralisch perfekten, unendlich würdigen und heiligen Sohn Gottes. Und der wohl verabscheuungswürdigste Akt im Verlauf dieses Mordes war der Verrat an Jesus durch einen seiner engsten Freunde, Judas Iskariot. Judas war einer der zwölf Apostel, die Jesus persönlich ausgesucht hatte und der mit ihm während seines gesamten öffentlichen Wirkens zusammen war. Judas wurde der Geldbeutel der gesamten Gruppe anvertraut (Joh 13,29). Er war beim letzten Abendmahl nahe genug bei Jesus, um das Brot mit ihm in die gleiche Schüssel zu tauchen (Mk 14,20).

Satan fuhr in Judas

In der Nacht des letzten Abendmahls schreibt Lukas in Lk 22,3-6: „Es fuhr aber der Satan in Judas, ... Und er ging hin und besprach mit den Hohenpriestern und den Hauptleuten, wie er ihnen Jesus ausliefern wollte. Und sie wurden froh und kamen überein, ihm Geld zu geben. Und er versprach es und suchte eine gute Gelegenheit, um ihn ohne Volksauflauf an sie auszuliefern.“

Später führte er die Verantwortlichen zu Jesus in den Garten Gethsemane und verriet Jesus mit einem Kuss (Lk 22,47-48). Damit wurde Jesu Tod besiegelt. Wenn Lukas in Vers 3 schreibt, dass "Satan in Judas fuhr" kommen uns mehrere Fragen in den Sinn: Beherrschte Satan einfach einen guten Judas oder war Judas bereits erfüllt von Sünde im Gleichschritt mit Satan unterwegs und Satan beschloss lediglich, dass es jetzt an der Zeit war? Warum tat Satan das, wenn doch der Tod und die Auferstehung Jesu Satan die endgültige Niederlage zufügen würden? Es gibt gute Gründe zu glauben, dass Satan dies wusste. Und die dritte und wichtigste Frage ist: Wo war Gott, als das geschah? Welche Rolle spielte er bei der spektakulärsten Sünde, die jemals begangen wurde? Sehen wir uns die Fragen nacheinander an.

Satans Macht in Judas' sündiger Leidenschaft

Was denken wir über den Willen des Judas und die Macht Satans, wenn wir lesen, dass Satan in Judas fuhr (Luk 22,3)? Judas war kein unschuldiger Zuschauer, als Satan in ihn fuhr. Der Apostel Johannes sagt uns in Johannes 12,6, dass er ein "Dieb" war. Als Judas sich beklagte, dass Maria für die Salbung Jesu Geld verschwendete, merkt Johannes an: "Das sagte er aber nicht, weil er sich um die Armen kümmerte, sondern weil er ein Dieb war und den Beutel hatte und trug, was eingelegt wurde."

Wenn das unglaublich klingt, denke man nur an das skandalöse Verhalten der sogenannten christlichen Leiter, die heutzutage Kirchenspenden dazu verwenden, um Kleidung im Wert von 40.000 Dollar pro Jahr zu kaufen, die ihre Kinder auf einen 30.000-Dollar-Urlaub auf die Bahamas schicken und einen weißen Lexus und einen roten Mercedes fahren. Obwohl Judas mit seiner frommen, religiösen Miene neben Jesus saß und hinging und Dämonen in Jesu Namen austrieb, liebte er Jesus nicht wie jemand, der von Gott gerechtfertigt ist. Er liebte Geld. Er liebte die Macht und die Freuden, die er für Geld kaufen konnte.

Paulus erklärt, was das mit der Macht Satans zu tun hat. Hören wir, was Epheser 2,1-3 sagt: „Auch euch, die ihr tot wart, durch eure Übertretungen und Sünden, in welchen ihr einst wandeltet nach dem Lauf dieser Welt, nach dem Fürsten, der in der Luft herrscht, [hier bemerken wir die Verbindung: tot durch Sünden, mit Satan wandeln] dem Geiste, der jetzt in den Kindern des Unglaubens wirkt, unter welchen auch wir alle einst einhergingen in den Lüsten unsres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten; und wir waren Kinder des Zorns von Natur, gleichwie die andern”. Tot in unseren Sünden, wandeln in der Leidenschaft des Fleisches, die Wünsche unseres Körper und unserer Gedanken erfüllen, und daher mit dem Fürsten wandeln, der in der Luft herrscht.

Satan nimmt nicht unschuldige Menschen in Gefangenschaft. Es gibt keine unschuldigen Menschen. Satan hat dort die Macht, wo sündige Leidenschaft herrscht. Judas war ein Liebhaber des Geldes, und er überbedeckte seine Leidenschaft mit einer falschen, äußerlichen Beziehung mit Jesus. Und dann verkaufte er ihn für dreißig Silberlinge. Wie viele von Seinesgleichen gibt es heute noch! Seien Sie keiner. Und lassen Sie sich nicht von so jemandem täuschen.

Satans Rolle bei seiner eigenen Zerstörung

Die zweite Frage ist, warum Satan Judas dazu verleitete, Jesus zu verraten. Hat er nicht gewusst, dass der Tod und die Auferstehung von Jesus seine endgültige Niederlage bedeuten würden (Kol 2,13-15; Offb 12,11)? Es gibt gute Gründe zu glauben, dass Satan doch Bescheid wusste.

Als Jesus seinen Dienst auf dem Weg zum Kreuz begann, versuchte Satan ihn vom Weg des Leidens und der Opfer abzubringen. In der Wüste versuchte er ihn, indem er ihn aufforderte, Steine in Brot zu verwandeln, von den Zinnen des Tempels zu springen und die Herrschaft der Welt anzunehmen, wenn er ihn anbeten würde (Mt 4,1-11). Hinter all diesen Versuchungen steht der Gedanke: "Geh nicht den Weg des Leidens und der Opfer und des Todes. Nutze deine Macht, dem Leid zu entkommen. Wenn du der Sohn Gottes bist, zeige deinen Herrschaftsanspruch. Und ich kann dir helfen, das zu erlangen. Was immer du tust, gehe nicht ans Kreuz."

Und denken wir daran, als Jesus vorhergesagte, dass er durch die Ältesten und die Hohenpriester viel erleiden würde und getötet werde, und Petrus wies ihn zurecht und sprach: „Herr, schone deiner selbst! Das widerfahre dir nur nicht!“ (Mt 16,22). Mit anderen Worten, ich werde es nie zulassen, dass sie dich auf diese Art töten.

Jesus hat Petrus nicht gelobt. Er sagte: „Hebe dich weg von mir, Satan! Du bist mir zum Fallstrick; denn du denkst nicht göttlich, sondern menschlich!“ (Mt 16,23). Jesus zu hindern ans Kreuz zu gehen, war das Werk Satans. Satan wollte nicht, dass Jesus gekreuzigt wird. Es wäre sein Verhängnis.

Aber hier in Lukas 22,3 fährt er in Judas und bringt ihn dazu, den Herrn zu verraten und ans Kreuz zu bringen. Warum die Kehrtwendung? Warum versucht Satan ihn vorher vom Kreuz abzuhalten und ergreift dann die Initiative, um ihn an eben jenes Kreuz zu bringen? Das wird uns nicht erklärt. Hier sind meine Lösungsansätze auf diese Frage: Satan sah, dass seine Anstrengungen Jesus vom Kreuz abzuhalten fehlschlugen. Jedes Mal behielt Jesus den Kurs. Jesus war fest entschlossen zu sterben (Lk 9,51,53), und Satan zog daraus den Schluss, dass er ihn nicht stoppen konnte. Daher beschloss er: Wenn er ihn schon nicht aufhalten konnte, würde er es zumindest so unangenehm und schmerzhaft und so herzzerreißend wie möglich gestalten. Wenn schon Tod, dann Tod durch Verrat. Tod durch Verlassen. Tod durch Verleugnung (Lk 22,31-34). Tod durch Folter. Wenn er es nicht aufhalten konnte, würde er doch andere hineinziehen und soviel Schaden wie möglich anrichten. Es war eine spektakuläre Abfolge von Sünden, die Jesus ans Kreuz brachten.

Gottes Rolle bei der Ermordung Seines Sohnes

Das bringt uns nun zur dritten und letzten Frage – der wichtigsten: Wo war Gott, als das geschah? Oder genauer: Welche Rolle spielte Gott (und welche nicht) bei der spektakulärsten Sünde, die jemals geschehen ist - der Ermordung von Jesus Christus?

Um so eine Frage zu beantworten, sollten wir erst einmal unsere Finger auf unseren Mund legen und unsere philosophischen Spekulationen verstummen lassen. Unsere Meinung ist unwichtig. Allein das Wort Gottes ist ausschlaggebend. Als erstes zeigt er uns in seinem Wort, dass die Einzelheiten des Todes Christi Hunderte von Jahren, bevor sie geschehen sind, prophezeit wurden.

Die Heilige Schrift zeigt, dass böse Menschen Jesus ablehnen würden, wenn er kommen würde. So lesen wir in Mt 21,42: „Jesus spricht zu ihnen: Habt ihr noch nie gelesen in der Schrift [er zitiert hier Psalm 118,22]: «Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden. Das ist vom Herrn geschehen, und es ist wunderbar in unsern Augen»?“

Die Schrift zeigt, dass Jesus gehasst werden musste. In Johannes 15,25 zitiert Jesus Psalm 35,19 und sagt: „Doch solches geschieht, damit das Wort erfüllt werde, das in ihrem Gesetz geschrieben steht: Sie hassen mich ohne Ursache.“ Die Schrift zeigt, dass die Jünger Jesus verlassen würden. In Matthäus 26,31 zitiert Jesus Sacharja 13:7: „Ihr werdet euch in dieser Nacht alle an mir ärgern; denn es steht geschrieben: «Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe der Herde werden sich zerstreuen.»“

Die Schrift zeigt, dass Jesus durchbohrt, aber keiner seiner Knochen gebrochen werden würde. Johannes zitiert Psalm 34,20 und Sacharja 12,10 und sagt: „Einer der Kriegsknechte durchbohrte seine Seite mit einem Speer ... Denn solches ist geschehen, damit die Schrift erfüllt würde: «Es soll ihm kein Bein zerbrochen werden!» Und abermals spricht eine andere Schrift: «Sie werden den ansehen, welchen sie durchstochen haben» (Joh 19,34-37).

Die Schrift zeigt, dass Jesus durch einen engen Freund für dreißig Silberlinge verraten werden würde. In Johannes 13,18 zitiert Jesus Psalm 41,9 und sagt: „Ich rede nicht von euch allen; ich weiß, welche ich erwählt habe. Doch muss die Schrift erfüllt werden: «Der mit mir das Brot isst, hat seine Ferse wider mich erhoben.»“ In Matthäus 26,24 sagt Jesus: „Des Menschen Sohn geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben steht; aber wehe dem Menschen, durch welchen des Menschen Sohn verraten wird!“ Und in Matthäus 27,9-10 lesen wir: „Da wurde erfüllt, was durch den Propheten Jeremia gesagt ist, welcher spricht: «Und sie nahmen die dreißig Silberlinge, den Wert des Geschätzten, den sie geschätzt hatten, von den Kindern Israel und gaben sie für den Acker des Töpfers, wie der Herr mir befohlen hatte»“ (Jer 19,1-13; Sach 11,12-13).

Und nicht nur die Heilige Schrift, sondern Jesus selbst erklärt bis ins Detail, wie er getötet werden wird. In Markus 10,33-34 sagt er: „Siehe, wir ziehen hinauf nach Jerusalem, und des Menschen Sohn wird den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten ausgeliefert werden; und sie werden ihn zum Tode verurteilen und ihn den Heiden ausliefern; und sie werden ihn verspotten und geißeln und verspeien und töten, und am dritten Tage wird er wieder auferstehen.“ In der letzten Nacht sah Jesus auf Petrus und sagte: "Wahrlich, ich sage dir, in dieser Nacht, ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen!“ (Mt 26,34).

Entsprechend Seinem souveränen Willen

Von all diesen Prophezeiungen wissen wir, dass Gott alles vorhersah und es nicht verhindern würde und es daher Teil seines Planes war, dass sein Sohn abgelehnt, gehasst, verlassen, verraten, verleugnet, verurteilt, bespuckt, ausgepeitscht, verspottet, durchbohrt und getötet werden würde. All das war ausdrücklich Gottes Wille, bevor es tatsächlich geschah. Es waren Dinge, die er geplant hat und die mit Jesus geschehen sollten. Diese Dinge sind nicht nur passiert. Sie wurden in Gottes Wort vorhergesagt. Gott wusste, dass sie geschehen würden, und er hätte planen können, sie zu unterbinden, aber das tat er nicht. Also geschahen sie nach seinen souveränen Willen; Seinem Plan.

Und alle diese Dinge waren böse. Sie waren Sünde. Es ist durch und durch sündig, den moralisch perfekten, unendlich würdigen, heiligen Sohn Gottes abzulehnen, zu hassen, zu verlassen, zu verraten, zu verleugnen, zu verurteilen, zu bespucken, auszupeitschen, zu verspotten, zu durchbohren und zu töten. Und doch sagt die Bibel ausdrücklich und klar, dass Gott selbst diese Dinge geplant hat. Dies ist ausdrücklich nicht nur in allen prophetischen Texten erwähnt, die wir gelesen haben, sondern auch in Passagen, die noch deutlicher sagen, dass Gott selbst bestimmt hat, dass diese Dinge passieren sollen.

Gott hat es verursacht

In Jesaja 53,6,10 heißt es: „Wir gingen alle in der Irre wie Schafe, ein jeder wandte sich auf seinen Weg; aber der HERR warf unser aller Schuld auf ihn. ... Aber dem HERRN gefiel es, ihn zu zerschlagen, er ließ ihn leiden.“ Der Herr zerschlug ihn. Gott war an allen Begebenheiten, die Jesus ans Kreuz brachten, beteiligt. Hinter dem Spucken und Auspeitschen und Spotten und Durchbohren stehen die unsichtbare Hand und der Ratschluss Gottes.

Und ich sage das vorsichtig und mit Zittern. Diese Wahrheit ist zu groß und zu schwer und zu schockierend, um leichtfertig oder zu großspurig darüber zu reden. Ich wähle daher die Formulierung, dass die unsichtbare Hand und der Ratschluss Gottes hinter dieser spektakulärsten Sünde des ganzen Universums steckten – das war schmerzlicher und spektakulärer als der einstige Sündenfall Satans oder irgendeine andere Sünde. Der Grund, warum ich genau diese Worte wähle, liegt darin, dass es die Bibel in genau diesen Worten sagt.

Die Hand und der Ratschluss Gottes

In Apg 4,27-28 haben wir die klarste, ausdrücklichste Aussage über Gottes Hand und seinen Ratschluss hinter der schrecklichen Kreuzigung seines Sohnes. „Ja wahrlich, es haben sich versammelt in dieser Stadt wider deinen heiligen Sohn Jesus, welchen du gesalbt hast, Herodes und Pontius Pilatus mit den Heiden und dem Volke Israel, zu tun, was deineHandund deinRatschlusszuvor beschlossen hatte, dass es geschehen sollte.“

Das sind die zwei Worte die ich benutze: die Hand Gottes und der Ratschluss Gottes. Es ist seltsam ausgedrückt, wenn man sagt, dass Gottes Hand und sein Ratschluss eine bestimmte Handlung vorherbestimmt haben. Man denkt normalerweise nicht von der "Hand" Gottes als vorherbestimmend. Wie kann eine Hand vorherbestimmend wirken? Hier ist meine Interpretation: Die Hand Gottes steht normalerweise für Gottes ausgeübte Macht - Macht nicht in der abstrakten Form, sondern in ihrer irdischen und wirksamen Ausübung.

Es war nicht nur ein theoretischer Ratschluss Gottes. Es war ein Ratschluss, der durch Gottes eigene Hand ausgeführt wurde. Deshalb diese Verbindung zwischen Hand und Ratschluss. Dies erklärt Jesaja 53,10: „Aber dem HERRN gefiel es, ihn zu zerschlagen, er ließ ihn leiden.“

Der Herr hat ihn zerschlagen. Hinter Herodes und Pilatus und den Heiden und den Israeliten wirkte Jesu eigener Vater, der ihn mit einer unendlichen Liebe liebte.

Das Evangelium: Gott am Werk in Sachen Tod

Sollte dich dieses Thema berühren? Ja, es sollte, denn wenn Gott nicht der Hauptakteur beim Tod Jesu wäre, dann könnte uns der Tod Christi nicht von unseren Sünden befreien und wir würden in der ewigen Hölle umkommen (Mt 25,46; 2.Thess 1,9 ). Der Grund, warum der Tod Christi das Herz des Evangeliums – das Herz der guten Nachricht – ist, dass Gott es tat. Römer 5,8: „Gott aber beweist seine Liebe gegen uns damit, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“ Wenn du Gottes Handeln vom Tod Jesu Christi trennst, verlierst du das Evangelium. Es war Gottes Werk. Es ist der höchste und tiefste Punkt seiner Liebe zu Sündern. Gottes Liebe zu dir.

Römer 8,3 sagt: „... das hat Gott getan, nämlich die Sünde im Fleische verdammt, indem er seinen Sohn sandte in der Gleichgestalt des sündigen Fleisches und um der Sünde willen.“ Die Verurteilung, die wir im Fleisch verdient haben, wurde auf „das Fleisch“ Jesu übertragen. Dadurch konnten wir freigesprochen werden.

In Galater 3,13 lesen wir: „Christus hat uns losgekauft von dem Fluche des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns wurde“. Gott belegte Jesus mit dem Fluch, der uns galt. Dadurch sind wir frei. In 2. Kor 5,21 heißt es: „Denn er [Gott] hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, auf dass wir in ihm Gerechtigkeit Gottes würden.“ Gott rechnete unsere Sünde Christus zu, dadurch werden wir frei in der Gerechtigkeit Gottes.

Und Jesaja 53,5 sagt: „... aber er wurde durchbohrt um unserer Übertretung willen, zerschlagen wegen unserer Missetat; die Strafe, uns zum Frieden, lag auf ihm, und durch seine Wunden sind wir geheilt.“Gott hat ihn verwundet. Gott hat ihn zerschlagen. Für dich und mich. Dadurch sind wir frei.

Das Kreuz Christi Als Werk und Liebe Gottes

Wenn du die biblische Wahrheit annimmst (und ich bete, dass du es tust), dass Gott spektakuläre Sünden für den weltweiten Ruhm seines Sohnes anordnet, ohne dass Gott in irgendeiner Form unheilig oder dadurch zum Sünder wird, dann wirst du nicht vom Kreuz Jesu Christi als einem Werk Gottes zurückschrecken. Du wirst keiner von denen sein, die den größten Liebesbeweis, den es jemals gab, als "göttlichen Kindesmissbrauch" bezeichnen. Du wirst zum Kreuz kommen und auf dein Gesicht fallen. Und du wirst sagen: Das ist keine bloße menschliche Verschwörung. Das ist das Werk und die Liebe Gottes. Du wirst es als sein höchstes Geschenk empfangen. So wirst du gerettet und Christus dadurch verherrlicht. Und ich werde es nicht vergeblich geschrieben haben.

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