Nur im Kreuz Rühmen

Galater 6:14

„Ich aber kenne nur einen Grund zum Rühmen: das Kreuz unseres Herrn Jesus Christus. Weil er starb, starb auch diese Welt für mich, und ich bin tot für ihre Ansprüche und Forderungen.“

Du brauchst nicht viel zu wissen, um in dieser Welt eine bleibende Wirkung zu erzielen. Du musst aber einige sehr wichtige Sachen wissen und dann bereit sein, dafür zu leben und sterben. Die Leute, die eine bleibende Wirkung in der Welt erzielen, sind nicht die jenigen, die viele Sachen beherrschen , sondern die, die von ein Paar grossen Sachen beherrscht werden. Wenn du ein Leben willst,  das bis an die Enden der Erde und in die Ewigkeit reicht, das ähnliche Kreise zieht wie der Kieselstein, den du ins Wasser wirfst, brauchst du keinen hohen IQ zu haben. Du musst nicht gut aussehen, reich sein, aus einer guten Familie stammen, noch musst du eine gute Schule besuchen. Du musst nur ein Paar grosse, unveraenderliche, offensichtliche, einfache, herrliche Sachen wissen und dich dann davon entflammen lassen.

Vielleicht bist du dir nicht sicher, ob du mit deinem Leben eine bleibende Wirkung erzielen möchtest. Vielleicht machst du dir nicht viel daraus, dein Leben fuer etwas Grosses, Dauerhaftes einzusetzen. Du willst nur, dass andere dich moegen. Wenn du von Anderen gemocht wirst, bist sie zufrieden. Oder wenn du einfach einen guten Job hättest, einen guten Ehepartner brave Kinder, ein schönes Auto, lange Wochenenden und ein paar gute Freunde, einen entspannenden Lebensabend und anschließend einen schnellen und schmerzlosen Tod und keine Hoelle – wenn du sowas haben könntest (ohne Gott) – dann wärst du zufrieden. Das ist eine Tragödie.

Vor 3 Wochen hat meine Kirchengemeinde mitbekommen, dass Ruby Eliason und Laura Edwards beide in Kamerun gestorben sind. Ruby war über 80 Jahre alt nie verheiratet und Beide haben alles an nur eine Sache gesetzt: den Namen und die Liebe Jesu unter den Unerreichten Armen und Kranken bekannt zu machen. Laura war eine Witwe, Doktorin der Medizin, fast 80 Jahre alt und hat mit Rubyzusammen gearbeitet.

Die Bremsen versagten, das Auto fiel einen Abhang hinunter und beiden waren auf der Stelle tot. Und ich fragte die Gemeinde „War das eine Tragödie?“ Zwei Leben, angetrieben von der großen Leidenschaft, zur Ehre Christi zu leben und den Armen zu dienen. Zwei Jahrzehnte nachdem fast alle ihre Kollegen in Amerika in Rente gegangen waren, vergeudend  ihr Leben für Nichtigkeiten. Nein, es ist keine Tragödie. Das ist etwas Wunderbares. Ihr Leben ist nicht vertan.

Ich sage dir, was eine Tragödie ist und wie du dein Leben vergeuden kannst. Ich lese dir einen Abschnitt aus Reader’s Digest (Feb. 2000, p. 98) vor: „Bob und Penny, die früher im Nordosten arbeiteten, gingen vor 5 Jahren vorzeitig in Rente als er 59 und sie 51 war. Heute wohnen sie in Punta Gorda, Florida, wo sie mit ihrer 9 Meter Yacht in See stechen, Softball spielen und Muscheln sammeln. Zuerst dachte ich, das wäre ein Witz. Eine Parodie auf den amerikanischen Traum. Doch das war es nicht. Leider war das der Traum: du kommst am Ende des Lebens an, deines einmaligen, gottgegebenen Lebens und dein letztes Werk, bevor du deinem Schöpfer Rechenschaft gibst, ist Softballspielen und Muschelnsammeln. „Ich habe Muscheln gesammelt. Sieh, Herr. Hier sind meine Muscheln.“ Das ist eine Tragödie. Heute versuchen die Leute dich mit Millarden Dollar zu ueberzeugen, einem solch tragischen Traum nachzujagen. Und ich habe nur 40 Minuten Zeit um dich inständig darum zu bitten, dass du diesem Traum nicht nachjagst.

Vergeude dein Leben nicht. Es ist viel zu kurz und wertvoll. Ich bin in einer Familie aufgewachsen, wo mein Vater sein ganzes Leben damit verbrachte, das Evangelium Jesu Christi den Verlorenen weiterzusagen. Er hatte eine verzehrende Vision: das Evangelium zu verkündigen. Als Kind gab es bei uns in der Küche einen Vers, der heute bei mir im Wohnzimmer hängt. Seit 48 Jahren habe ich ihn mir fast jeden Tag angeschaut. Er lautet:

Nur ein Leben
Bald ist es vorbei:
Nur das getan fuer Christus,
Wird ewig sein.

Ich bin bei dieser Versammelung „One Day“ irgendwie als Vaterfigur. Ich bin 54 Jahre alt, habe vier Söhne und eine Tochter. Karsten ist 27, Benjamin ist 24, Abraham ist 20, Barnabas ist 17. Talitha ist vier. Heutzutage gibt es ganz wenig, wonach ich mich mehr sehne, als danach, dass meine erwachsenen Kinder ihr Leben nicht für weltlichen Erfolg verschwenden.

Ich spreche dich jetzt an als meinen Sohn oder meine Tochter und bitte dich inständig als ein Vater, vielleicht als ein Vater, den du nie hattest. Oder als Vater, der nie eine Vision für dich hatte, die ich fuer dich habe, und Gott. Oder der Vater, der eine Vision für dich hat, die sich aber nur um Geld und Status dreht. Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass du ein Verlangen bekommst, dein Leben für etwas Großes und Ewiges einzusetzen. Verstehe das! Gehe  nicht durch das Leben ohne das Anliegen für Gott.

Ein Grund dafür, dass mir die Vision der Konfrenzen Passion 98, Passion 99 und One Day mir so gefällt ist, dass mein Leben so deutlich  um die 268 Verkündigung geht. Die Verkündigung stammt aus Jesaja 26;8 – „Wir hoffen auf dich, HERR, im Wege deiner Rechte; des Herzens Lust steht zu deinem Namen und deinem Gedächtnis. Hier ist nicht bloß ein Körper sondern eine Seele. Hier ist nicht bloss irgendeine Seele, sondern eine Seele mit Leidenschaft und Verlangen. Nicht einfach Verlangen danach, anderen zu gefallen, Softball zu spielen oder Muscheln zu sammeln, sondern mit einem Verlangen nach etwas unendlich Grossem und unendlich Wundervollem – nach dem Namen und der Herrlichkeit Gottes.

Ich lebe dafür, das zu wissen und sehne mich danach, das zu erfahren. Das Leitbild meines Lebens und meiner Gemeinde, der ich diene lautet „Wir existieren – ich existiere – um eine Leidenschaft der Herrschaft Gottes in allen Dingen zu verbreiten, zur Freude aller Menschen“

Was auch immer du tust, erkenne deine Leidenschaft. Entscheide dich, wie diese aussehen soll und wie du dafür leben und sterben kannst, dann kannst du einen dauerhaften Unterschied machen. Du wirst wie der Apostel Paulus sein. Keiner hatte so eine konkrete Vision für sein Leben wie er.

Apostel Geschichte 20:24 „Aber mein Leben ist mir nicht wichtig. Vielmehr will ich den Auftrag ausführen, den mir Jesus Christus gegeben hat: die rettende Botschaft von Gottes Gnade und Liebe zu verkünden.“

Nur eines war ihm wichtig, den Auftrag ausführen, das Ziel erreichen.

Philipper 3:7,8 „Aber seit ich Christus kenne ist für mich alles wertlos, was ich früher für wichtig gehalten habe. Denn das ist mir klar geworden: Gegenüber dem unvergleichlichen Gewinn, dass Jesus Christus mein Herr ist, hat alles andere seinen Wert verloren. Ja, alles andere ist für mich noch Dreck, wenn ich bloss Christus habe.“

Wie kann ich dir helfen? Wie kann mich Gott bei dieser Konferenz One Day dafür einsetzten, dich zu berufen, dass du mit einer einzigartigen Leidenschaft lebst, für eine einzige grosse Realität, die dich begeistern wird und von kleinen Träumereien befreien wird und dich bis die Enden der Erde senden wird?

Ich glaube, dass mir der Herr die folgende Antwort gegeben hat: zeige ihnen eine Bibelstelle, die ganz zentral ist und erkläre ihnen, warum Paulus das sagt, was er sagt.

Die Stelle befindet sich in Galater 6;14 „Ich aber kenne nur einen Grund zum Rühmen: das Kreuz unseres Herrn Jesus Christus. Weil er starb, starb auch diese Welt für mich.“

So können wir das positiv ausdrücken: Rühme im Kreuz Jesus Christi. Es ist eine einzigartige Idee. Ein einzigartiges Ziel. Eine einzigartige Leidenschaft. Nur im Kreuz Jesu Christi rühmen. Die Bedeutung des Wortes „rühmen“ kann man auch als „sich an etwas erfreuen“ (oder sich über etwas freuen) übersetzen. Erfreuen bzw. freuen Sie sich nur an dem Kreuz Christi. Paulus ist der Meinung, das soll deine einzige Leidenschaft sein, dein einziger Jubel, dein einziger Ruhm und deine einzige Freude. In diesem Moment ist das Kreuz Christi das Einzige, woran Sie sich erfreuen und der einzige Grund, weshalb Sie rühmen und der einzige Grund, weswegen Sie jubeln.

Das ist ein grosser Schock aus zwei Gründen.

  1. Erstens wäre es das Gleiche, als würde er sagen: Rühme dich nur im elektrischen Stuhl! Freue dich nur über die Gaskammer! Jubeln Sie nur über die Todesspritze. Der Galgan soll dein einziger Ruhm sein. „Ich aber kenne nur einen Grund zum Rühmen: das Kreuz unseres Herrn Jesus Christus.“ Keine Art der Tötung, die jemals praktiziert wurde, war so unmenschlich und qualvoll wie ans Kreuz genagelt zu werden. Sie hätten nicht zuschauen können, ohne zu schreien und ohne Ihre Klammotten zu zerreisen. Soll das die einzige Leidenschaft Ihres Lebens sein.
  2. Das ist der erste Schock, den Paulus uns nennt. Der Andere ist, dass das Kreuz die einzige Freude Ihres Lebens sein soll. Der einzige Jubel. Der einzige Ruhm. „Ich aber kenne nur einen Grund zum Rühmen: das Kreuz unseres Herrn Jesus Christus“

Was will er damit sagen? Sonst sollen wir echt nichts rühmen? Uns an nichts Anderem erfreuen? Keine andere Freude ausser dem Kreuz Christi – dem Tod von Jesus?

Was ist mit den anderen Stellen, wo Paulus von Erfreuen, Rühmen, Freude und Stolzsein und Jubeln redet? Zum Beispiel:

Römer 5:2 „Wie werden einmal an Gottes Herrlichkeit teilhaben. Diese Hoffnung erfüllt uns mit Freude und Stolz.“

Römer 5:3 „Wir erfreuen uns an unseren Leiden, die wir wegen unseres Glaubens auf uns nehmen müssen. Denn Leid macht Geduld, Glauben und Hoffnung.

2. Korinther 12:9 „Darum will ich vor allem auf meine Schwachheit stolz sein.“

1. Thessalonicher 2:19 „Wer ist denn unsere Hoffnung, Freude oder unser Siegespreis, auf den wir stolz sein können, wenn Jesus, unser Herr, kommt? Ja, ihr seid wirklich unser Stolz und unsere Freude!“

Wenn also Paulus wegen solcher Dinge rühmen und sich in ihnen freuen kann, wie kann er gleichzeitig sagen, dass er „nur einen Grund zum Rühmen kennt: das Kreuz Christi?“

Was bedeutet das überhaupt? Ist das doppelzüngiges Gerede? Er freut sich über eine Sache und sagt dann, dass er sich an einer anderen Sache erfreut? Nein. Hier ist etwas sehr Tiefgründiges: das ganze Rühmen, Erfreuen, Jubeln und Stolzsein soll aufgrund des Kreuzes Christi sein.

Er meint, dass für einen Christen, alles Andere, was er rühmt, ein Rühmen im Kreuz sein sollte. Alles Andere, woran er sich erfreut, soll wegen des Kreuzes sein. Wenn sich ein Christ in der Hoffnung der Herrlichkeit Gottes freut, soll er sich im Kreuz Jesu freuen. Wenn sich ein Christ in seinem Leiden freut, soll er sich im Kreuz freuen. Wenn ein Christ in seiner Schwachheit rühmen will, soll er sich im Kreuz Jesu freuen. .

Warum ist das der Fall? Aus diesem Grund: alles Gute – und das Schlechte, das Gott für seine erlösten Kinder zum Guten wendet, durch Christi Tod für uns erkauft wurde. Ohne den Tod von Jesus Christus bekommen wir Sünder nur Gottes Urteil. Ohne das Kreuz Christi bleibt nur die Verdammnis. Deshalb ist der Grund für alles, was du als Christ von Christus bekommen hast, wegen des Todes Jesu. Deshalb soll alles woran Sie sich erfreuen, wegen des Kreuzes sein. Dort hat Gott mit dem Tod seines Sohnes all deine Segnungen erkauft.

Einer der Gründe, weswegen wir so wenig auf Christus schauen ist, dass wir nicht erkannt haben, dass alles Gute und das Schlechte, was Gott zum Guten seiner erlösten Kinder wendet, durch Christi Tod fürs uns erkauft wurde. Wir halten alles für selbstverständlich: Leben, Atmen, Gesundheit und Freunde, einfach alles. Wir denken, dass wir dazu berechtigt sind. Aber das stimmt nicht. In doppelter Hinsicht ist es unverdient.

  1. Wir sind Gottes Schöpfung  und er ist nicht verpflichtet, uns etwas zu schenken, sei es das Leben oder Gesundheit oder was auch immer. Er gibt, er nimmt und tut damit keinem Ungerecht.
  2. Wir sind die Schöpfung Gottes, der uns als Schöpfer nichts schuldet.  Wir sind aber auch Sünder. Wir alle sind Suender und haben Gottes Herrlichkeit nicht erreicht (Römer 3,23)Wir haben ihn ignoriert, ihm nicht gehorcht und wir haben darin versagt, ihn zu lieben und ihm zu vertrauen. Sein gerechter Zorn ist gegen uns entbrannt. Wir haben sein Urteil verdient. Deshalb ist alles ein freies und unverdientes Geschenk an uns Sünder, die wir Gottes Urteil verdienen: Jedes Mal, wenn wir atmen, unser Herz schlägt, jeder Tag, an dem die Sonne aufgeht , an dem wir mit unseren Ohren hören, mit unseren Augen sehen, mit unseren Mündern sprechen oder mit unseren Beinen laufen.

Und wer hat uns das ermöglicht? Jesus Christus. Und wie hat er dies ermöglicht? Durch sein eigenes Blut.

Jeder Segen ist dazu gemacht, das Kreuz Christi zu verherrlichen. Zum Beispiel letzte Woche haben wir unseren 1991 Dodge Spirit zu Schrott gefahren aber keiner hat sich verletzt und darüber habe ich mich gefreut. Ich geniesse das. Warum hat sich keiner verletzt? Das war ein Geschenk Gottes, das keiner von uns verdient hat. Wir sind Sünder und von Natur aus Kinder des Zorns. Wie kam es also dazu, dass wir so ein Geschenk bekommen haben? Die Antwort: Christus starb am Kreuz für unsere Sünden und hat Gottes Zorn damit gestillt. Jesus hat uns Gottes allmächtige Gnade gesichert, die uns in allem zum Guten dient. Wenn ich mich über unsere Untersetztheit bei dem Unfall freue, dann freue ich mich über das Kreuz Christi.

Die Autoversicherung hat uns $2800 für das neue Auto bezahlt und Noel und ich haben uns mit dem Geld einen ‘92 Chevy Lumina gekauft. Jetzt haben wir wieder ein Auto. Und ich freu mich über die unglaubliche Gnade, die uns so beschenkte. Du fährst dein Auto zu Schrott aber keiner verletzt sich. Die Versicherung bezahlt die Rechnung. Du kriegst ein neues Auto. Das Leben geht weiter als wäre nichts passiert. Und ich freue mich selbst in diesen kleinen materiellen Dingen über Gottes unzählige Erbarmungen. Wo kommen diese Erbarmungen her? Wenn Sie ein erlöster Sünder sind und an Jesus glauben, kommt diese Erbarmungen durch das Kreuz. Ohne das Kreuz gibt es nur Urteil – Geduld und Erbarmung gibt es für kurze Zeit, aber zunächst, wenn abgelehnt, die ganzen Erbarmungen dienen nur zur Verstärkung des Urteils. Deshalb ist jedes Geschenk durch Blut erkauft. Und jede Freude ist eine Freude im Kreuz.

Man kann es auch so sagen: der Zweck des Kreuzes ist die Herrlichkeit Jesu Christi. Gottes Ziel und Absicht für das Kreuz ist, dass Jesus verherrlicht wird. Paulus schreibt in Galater 6;14 „Ich aber kenne nur einen Grund zum Rühmen: das Kreuz unseres Herrn Jesus Christus. Weil er starb, starb auch diese Welt für mich, und ich bin tot für ihre Ansprüche und Forderungen“ Paulus sagt damit, dass Gott will, dass das Kreuz verherrlicht wird, dass Christus am Kreuz unser Jubel, unsere Freude und unser Lob ist. Gott will, dass Christus die Ehre, die Herrlichkeit und den Dank für alles Gute in unserem Leben bekommt, und auch für alles Schlechte, was Gott zum Guten wenden kann.

Hier ist die entscheidende Frage: Wenn Gott will, dass der Tod von Jesus Christus, nämlich, dass Christus am Kreuz verherrlicht und geehrt wird für alles, wie soll Jesus die Herrlichkeit und die Ehre bekommen, die ihm gebührt? Die Antwort ist einfach: wir müssen es den Kindern, den Jugendlichen und den älteren Menschen beibringen. Anders ausgedrückt: Die Freude über das Kreuz Christi wird durch Belehrung geweckt. die Quelle der Freude im Kreuz Christi ist das Wissen über das Kreuz Christi.

Das ist meine Aufgabe: Jesus zu verherrlichen indem ich  hier predige. Dann bist du dran, Jesus zu verherrlichen, indem du Gehörte in deinem Leben umsetzten und an andere Leute weitergibst. Von Jesus erzählen ist Lob für Jesus. Und wenn wir wollen, dass es keinen Grund zum Loben gibt, ausser dem Kreuz, dann müssen wir danach streben, Anderen von Jesus und dem Kreuz zu erzählen.

Oder vielleicht sollte es „am Kreuz“ heissen. Von Jesus weiterzählen wird zum Rühmen des Kreuzes führen. Was meine ich damit überhaupt?

Schaue dir mal den zweiten Teil von Vers 14 an. „Ich kenne aber nur einen Grund zum Rühmen: das Kreuz unseres Herrn Jesus Christus. Weil er starb, starb auch diese Welt für mich, und ich bin tot für ihre Ansprüche und Forderungen.“ Das Kreuz rühmen geschieht wenn man am Kreuz ist. Das will der 14. Vers sagen, oder? Mir ist die Welt gekreuzigt worden, und für die Welt bin ich ebenso gestorben. Diese Welt ist für mich gestorben und ich bin tot für ihre Ansprüche. Warum? Weil ich gekreuzigt wurde. Wir lernen, das Kreuz zu rühmen, wenn wir am Kreuz sind.

Aber was bedeutet das überhaupt? Wann ist das denn passiert? Wann wurdest du gekreuzigt? Die Antwort steht in Galater 2:20 „Mein altes Leben ist mit Jesus am Kreuz gestorben. Darum lebe nicht mehr ich, sondern Christ lebt in mir! Mein vergängliches Leben auf dieser Erde lebe ich im Glauben an Jesus Christus, den Sohn Gottes, der mich geliebt und sein Leben für mich gegeben hat.“ Als Jesus starb, starben auch wir mit ihm. Die besondere Bedeutung des Todes Christi ist, dass als er starb, starben auch alle seine Nachfolger mit ihm. Sein Tod wird auch unser Tod, wenn wir mit Jesus durch den Glauben verbunden sind.

Vielleicht sagst du jetzt: „Aber ich lebe doch? Ich fühle mich doch lebendig.“ Hier, zum Beispiel, braucht man Verständnis für das Kreuz. Wir müssen lernen, was mit uns passiert ist. Das muss uns jemand beibringen. Deshalb stehen Galater 2;20 und Galater 6;14 in der Bibel. Gott zeigt uns, was mit uns passiert ist, damit wir uns selber kennen können. Wir können dann rausfinden, wie er uns einsetzt. Dann können wir von ihm und seinem Sohn und dem Kreuz mit Freude erfüllt werden, wie er es meint.

Also wir lesen nochmal Galater 2,20 um zu sehen, dass wir zwar tot sind, aber gleichzeitig auch am Leben sind. „Mein altes Leben ist mit Jesus am Kreuz gestorben (also ich bin tot); Darum lebe nicht mehr ich (warum? Weil ich starb, nämlich, das alte, aufständische, ungläubige „Ich“ starb) Mein vergängliches Leben auf dieser Erde lebe ich (also lebe ich doch, halt nicht dasselbe „Ich“ das starb) im Glauben an Jesus Christus, den Sohn Gottes, der mich liebt und sein Leben für mich gegeben hat.“ Also das „Ich“, das jetzt lebt, ist das „Ich“ des Glaubens. Die neue Schöpfung lebt. Der Gläubige lebt. Das alte „Ich“ ist am Kreuz gestorben.

Und wenn du dich jetzt fragst, „Wie erfüllt sich das jetzt? Wir wird das Realität?“ können Sie die Antwort über den Glauben in Galater 2,20 finden. „Mein vergängliches Leben auf dieser Erde lebe ich im Glauben an Jesus Christus, den Sohn Gottes.“ Das ist die Verbindung. Gott verbindet dich mit seinem Sohn durch den Glauben. Und weil er das tut, gibt es auch eine Verbindung mit dem Sohn Gottes. Damit wird sein Tod auch dein Tod und sein Leben wird dein Leben.

Jetzt setzten wir das alles mit Galater 6,14 zusammen: „Ich aber kenne nur einen Grund zum Rühmen: das Kreuz unseres Herrn Jesus Christus. Weil er starb, starb auch diese Welt für mich, und ich bin tot für ihre Ansprüche und Forderungen.“ Rühme nur das Kreuz!

Und wie kann ich so grundlegend kreuz-orientiert werden – damit ich nur das Kreuz rühme? Die Antwort: Du musst verstehen, dass als Jesus am Kreuz starb, du ebenso gestorben bist; und als du ihm vertraut hast, trat in Kraft dieser Tod in dein Leben. Paulus sagt, dass die Welt für dich tot ist und du tot  für die Welt bist.

Das heisst, wenn du dein Vertrauen in ihn setzt, wird deine Gehorsamkeit zu dieser Welt gebrochen und die Verlockungen dieser Welt werden auch gebrochen. Du bist für die Welt tot und die Welt ist tot für dich. Wie es in Vers 15 positiv ausgedrückt steht „wir sind durch Jesus neue Menschen geworden“ Der alte Mensch ist gestorben. Ein neuer Mensch ist jetzt am Leben. Und der neue Mensch ist ein Mensch des Glaubens und dieser Glaube wird nicht durch die Welt mit Freude erfüllt, sondern durch Jesus, besonders durch Jesus am Kreuz.

So wirst du so grundlegend kreuz-orientiert sein, dass du zusammen mit Paulus sagen kannst „Ich kennen aber nur einen Grund zum Rühmen: das Kreuz unseres Herrn Jesus Christus.“ Die Welt ist nicht mehr mein Schatz. Sie ist nicht mehr die Quelle meines Lebens, meine Befriedigung und meine Freude, sondern Jesus. Jesus ist mein Schatz.

Aber was ist mit Bewahrung bei einem Autounfall? Was ist mit der Versicherungsrechnung? Ich habe gesagt, dass ich mich darüber gefreut habe. Gehört das nicht zu weltlichen Dingen? Bin ich für die Welt wirklich tot?

Ich denke schon. Der Welt tot sein heisst nicht, die Welt zu verlassen. Und es heisst nicht, dass ich keine Gefühle für die Welt besitze, egal ob positive oder negative Gefühle (Johannes 2,15, 1. Timotheus 4,3) Es bedeutet, dass jede echte Freude in der Welt durch Blut ein weiterer gekaufter Beweiss der Liebe Christi ist. Deshalb ist es ein Grund das Kreuz zu rühmen. Wir sind der Versicherungsrechnung tot, wenn nicht das Geld sondern Jesus am Kreuz, der Geber, uns befriedigt. Wenn unsere Herzen zurück zur Quelle des Segens kehren, dem Kreuz, dann wird die Weltlichkeit des Segens tot, und Jesus am Kreuz wird alles.

Darum erzählen wir von Jesus, es geht um das Kreuz. Gönne uns Gott, dass wir träumen, planen, arbeiten, geben, lehren und leben für die Herrlichkeit Jesu am Kreuz!

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